Glossar Immobilien der Deutschen Grundstücksauktionen AG

P

Parterre:
Der Begriff kommt aus dem französischen und bedeutet „ebenerdig“. Damit ist das Erdgeschoss bzw. umgangssprachlich die Räume gemeint, die ungefähr auf Höhe des Erdbodens liegen. Allerdings gibt es hier noch die Unterscheidung zwischen Tiefparterre und Hochparterre. Letzteres sind Räumlichkeiten, die sich etwas über der Erde befinden. Tiefparterre meint z.B. Wohnung, die ein Stück unterhalb der Erde liegen. Souterraingeschoß wird für die Tiefparterre als Synonym oft genutzt.

Pacht:
Bei der Pacht überlässt der Eigentümer dem Pächter eine bestimmte Sache für eine bestimmte Zeit zum eigenen Gebrauch. Hierfür bekommt der Eigentümer vom Pächter ein Entgelt. Die wirtschaftliche Nutzung der Sache obliegt dem Pächter. Dieses unterscheidet die Pacht von der Miete, bei welcher lediglich der Gebrauch der Sache erlaubt ist. 

Pachtgarage:
Ist eine Garage Eigentum, wenn diese auf fremden Grund und Boden steht?
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Eigentum an derartigen Garagen ab 2007 nicht per Gesetz an den Grundstückseigentümer übergeht, sondern nur bei Beendigung des Nutzungsverhältnisses z. B. durch Kündigung des Nutzers oder des Grundstückseigentümers. Bereits seit 01.01.2000 kann der Grundstückseigentümer ohne besonderen Grund das Nutzungsverhältnis kündigen. Seit dem 01.01.2007 ist die Investitionsschutzfrist ausgelaufen und eine Entschädigung nicht mehr vorgesehen. Der Gesetzgeber hat sich jedoch davon leiten lassen, dass die Garagen, die überwiegend in den 60er, 70er Jahren entstanden sind, im Jahr 2007 wirtschaftlich wohl so abgeschrieben bzw. abgenutzt sind, dass sie keinem besonderen Schutzbedürfnis mehr unterliegen.

Bei Kündigung durch den Nutzer (Eigentümer der Garage) oder durch dessen Veranlassung, besteht somit kein Entschädigungsrecht zum Zeitwert mehr. Es kann rechtlich nicht ausgeschlossen werden, dass ein Grundstückseigentümer das Nutzungsverhältnis für sein Grundstück kündigt, ohne dem Nutzer eine Entschädigung für sein Bauwerk (Garage) zu zahlen, um dann das gleiche Grundstück mit Garage teurer weiter zu verpachten.

Penthouse:
Ein Penthouse liegt in dem obersten Stock eines Hauses mit mehreren Stockwerken. Das Penthouse hat häufig eine Dachterrasse. Im Vergleich hat das Penthouse dabei meist die größte Fläche in dem konkreten Wohnhaus. 

Q

Qualifizierter Mehrheitsbeschluss:
Der qualifizierte Mehrheitsbeschluss findet sich in der Gemeinschaftsordnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft wieder. Dieser schreibt für bestimmte Angelegenheiten, die die Wohnungseigentümergemeinschaft betreffen, einen qualifizierten Mehrheitsbeschluss vor. Dann genügt eine einfache Mehrheit nicht. Die Gemeinschaftsordnung schreibt besondere Voraussetzungen vor, die beim qualifizierten Mehrheitsbeschluss vorliegen müssen.

Quardratmeterumsatz:
Der Quadratmeterumsatz beruft sich auf den Umsatz eines Einzelhändlers innerhalb einer Phase. Er dient überwiegend zur Berechnung oder als Vertragsgrundlage für die Miethöhe im Einzelhandel. 

R

Rangfolge:
Die Rangfolge bezeichnet den Vorgang, dass die Anträge auf Eintragung in das Grundbuch nach dem Prioritätsprinzip bearbeitet werden. Diese Reihenfolge wird auch als Rangfolge im Grundbuch bezeichnet. Im Falle einer Zwangsversteigerung werden die Gläubiger in dieser Rangfolge bedient.

Rendite:
Bei der Rendite handelt es sich um eine Kennzahl, die die Entwicklung eines Geldbetrags in einem bestimmten Zeitraum beschreibt. Die Rendite beziffert die Ertragskraft der jeweiligen Kapitalanlage. Der Prozentwert beschreibt, wieviel ausgezahltes Kapital im Verhältnis zum eingesetzten Kapital steht. Die Nettorendite berücksichtigt bereits Steuern und die Inflation.

Richtwert:
Ein besonders bekannter Richtwert im Immobiliensektor ist der sogenannte Bodenrichtwert. Dieser hilft z.B. bei der Ermittlung des Wertes eines Objekts. Ein Gutachterausschuss für Grundstückswerte (diese sind Ausschüsse gibt es im gesamten Bundesgebiet) führt amtliche Kaufpreissammlungen, die als Grundlage dienen.